Unsere Reise nach Bali und Sumba - Indonesien (2006)

 

 

 Indonesien - und vor allem Bali - hat einen besonderen Platz in unseren Herzen. Nach sieben Reisen (von 1991 - 1999)  in dieses Land mit seinen vielen Inseln, die kulturell sehr unterschiedlich sind,  haben wir uns anderen Reiseländern zugewandt. Auf unserer Reise 2006 kehrten wir jedoch nach Indonesien zurück, und - wir haben uns in diesem Land wohl gefühlt wie eh und je. Allerdings dürfte dies auch auf unsere indonesichen Sprachkenntnisse zurückzuführen sein, da wir uns bis ins letzte Dorf mit den Einheimischen in Bahasa Indonesia  unterhalten können.

 Auf Bali waren wir besonders neugierig. Hatten wir doch von Freunden gehört, dass sich die Insel seit unserem letzten Besuch 1997 sehr verändert haben soll. Wir empfanden dies allerdings nicht als soo gravierend. Natürlich hat der Verkehr enorm zugenommen. Aber sollen wir - die wir zu Hause alle motorisiert sind - es den Balinesen verdenken, wenn auch sie mobil sein wollen? Auf jeden Fall ist der Verkehr in keiner Weise mit z.B. Indien oder Vietnam vergleichbar, und so war es kein Problem für uns, als Selbstfahrer mit einem Suzuki Katana 1200 km durch die Insel zu brausen (mein Dank gilt meinem Mann Peter, der uns 11 Tage unfallfrei durch Bali kutschierte). Der Tourismus auf Bali ist seit der Bombenanschläge sehr zurückgegangen, ist jetzt aber wieder am Zunehmen. Aber die Balinesen klagen, dass die Anzahl der Touristen tidak cukup - also nicht genug - seien. Tatsächlich sind die Europäer nicht mehr so stark auf Bali vertreten wie früher. Doch trafen wir auf sehr viele asiatische Besucher  - vor allem in Ubud.  Und nach Kuta sind die australischen Surfer wohl wieder alle zurückgekehrt. Auf Bali besuchten wir unsere alten Freunde in Ubud. Es war ein großes Hallo, als sie uns wiedersahen, da wir unseren Besuch nicht angekündigt hatten.  

Auf der selbst vielen Indonesiern nicht bekannten Insel Sumba, östlich von Bali, hat sich dagegen wenig verändert. Gut, auch hier nahmen die Verkehrsmittel zu, aber in keinem gravierenden Ausmaß. Noch immer besitzt ein einfacher Sumbanese kein Auto, höchstens ein Motorrad. Der alte Marapu-Glaube mit den eindrucksvollen Zeremonien hat sich bis heute erhalten. Wir freuten uns, nach mehr als einem Jahrzehnt wieder auf der überaus interessante Insel Sumba zu sein. Auch hier hatten wir 1993 Freunde gewonnen, die sich freuten, uns wieder zu sehen. Und vielen Dorfbewohnern brachten wir Fotos von damals mit, auf denen sie sich selbst, Verwandte oder bereits Verstorbene erkannten. Durch die Fotos ergaben sich viele nette Begegnungen und Gespräche in den kampungs mit ihren rumah adat mit den tollen hohen Dächern. Auf Sumba kann man kein Auto leihen. So mieteten wir in Ost-Sumba einen Wagen mit Fahrer (was allerdings teuer ist) und in West-Sumba übergaben wir unser Leben in die Fahrtüchtigkeit von zwei Motorradfahrern, die uns drei Tage durch West-Sumba fuhren. Ganz geheuer war mir dabei nicht - so ohne Helm und Motorradkluft auf dem Sozius durch die Insel zu brausen. Aber glücklicherweise ging alles gut.